Psychomotorik ist mehr als Bewegung – sie ist Ausdruck, Verarbeitung, Beziehung.

In der von Bernard Aucouturier entwickelten Methode erleben Kinder im freien Spiel, wie sie über Bewegung mit sich selbst, mit anderen und mit ihrer Umwelt in Kontakt treten. Es geht nicht um Leistung, sondern um innere Sicherheit, emotionale Entwicklung und kindliche Selbstwirksamkeit.

Kinder dürfen hier einfach *sein* – ohne Erwartungsdruck, im eigenen Tempo, mit Raum für Gefühle.

 „Das Kind spielt nicht, um zu lernen –
 es lernt, weil es spielt.“
 frei nach Bernard Aucouturier 

Für wen ist Psychomotorik geeignet?

👶 Prävention in den Eltern-Kind-Gruppen für alle Kinder ab ca. 0,5 Jahren - Prävention in den Weltentdeckergruppen ab 3 Jahre ohne Eltern
für Kinder in ihrer gesunden Entwicklung

Entwicklungsbegleitung/Therapie ab ca. 2 Jahre  
🤸 Für Kinder mit hohem Bewegungsdrang  
😔 Für Kinder, die sich zurückziehen oder oft unsicher wirken  
🧩 Für Kinder mit Schwierigkeiten in der emotionalen Regulation  
👨‍👩‍👧 Für Eltern, die ihr Kind besser verstehen und stärken möchten

Was passiert in einer Psychomotorik Stunde?

In einem geschützten, vorbereiteten Raum dürfen Kinder sich frei bewegen, mit Tüchern, Schaumstoffbausteinen, Seilen, Höhlen & Co. experimentieren – immer in Beziehung zu mir als Begleiterin.

Die Stunde folgt einem klaren Rahmen:
1. Begrüßung im Sitzkreis  
2. Freies Spiel & Körperlicher Ausdruck 
3. Grafischer Ausdruck (Malen, Bauen, evtl. Kneten)
4. Abschlussritual

Ich halte mich im Hintergrund – aber immer präsent. Ich bin da, wenn das Kind mich braucht. Ich gebe Halt, ohne zu lenken.

(Diesen Ablauf findet man ab dem Kindergartenalter. Zuvor sind freies Spiel und Grafischer Ausdruck in einer Einheit zusammengefasst)

Verschiedene Settings


Gemeinsamkeiten aller drei Settings:

 

  • Orientierung am Kind und seinen Bedürfnissen
  • Körper, Bewegung, Spiel und Beziehung stehen im Zentrum
  • Achtsamer, geschützter Rahmen
  • Der Raum wird zum „sicheren Ort“ für Ausdruck und Entwicklung

 

Unterschiede der Settings:

Prävention

Ziel:

Stärkung der emotionalen, sozialen & körperlichen Entwicklung durch Spiel & Bewegung

Rahmen & Dauer 

Kinder ab ca. 3 Jahren in kleinen Gruppen (4–7 Kinder)

Wöchentlich, 45–60 Minuten

Geeignet für:

Alle Kinder zur Entwicklungsbegleitung – besonders in Übergangsphasen (Kita-Start, Trotzphase etc.)

Einzeltherapie

Ziel:

Individuelle Begleitung zur Bearbeitung tiefer liegender Ängste, Verunsicherungen oder Entwicklungsverzögerungen

Rahmen & Dauer 

1 Kind, 1 Bezugsperson


 Regelmäßig über mehrere Monate, 45–60 Minuten 

Geeignet für:

Kinder mit z. B. Bindungsstörungen, Traumata, großer Unsicherheit oder besonderen Bedürfnissen

Therapie in der Kleingruppe

 Ziel: 

Therapeutische Begleitung in einer stabilen Gruppe zur Unterstützung von Beziehungserfahrungen & Ich-Stärkung 

 

Rahmen & Dauer 

2–3 Kinder, therapeutisch geführt

 1–2x pro Woche, 60 Minuten 

Geeignet für: 

Kinder, die von gruppendynamischen Erfahrungen profitieren: z. B. mit Ängsten, Regulationsschwierigkeiten, sozialen Auffälligkeiten

Meine Haltung als Begleiterin

Psychomotorik ist für mich nicht einfach ein Förderangebot – sie ist eine Haltung.

Ich glaube an das Kind – an seine Fähigkeit, sich zu regulieren, zu wachsen, zu verstehen. Ich bin überzeugt: Entwicklung geschieht nicht durch Erziehung, sondern durch Beziehung.

Meine Aufgabe ist es, Räume zu schaffen, in denen sich das Kind sicher genug fühlt, um sich selbst zu entdecken.

„Die Sicherheit im Körper ist die erste Sicherheit, die ein Kind braucht.“
 – sinngemäß nach Aucouturier

FAQ

❓Muss mein Kind sportlich oder besonders aktiv sein?

❓Wird mein Kind dort „etwas lernen“?

❓Kann ich als Elternteil zuschauen?

Du möchtest mehr über Psychomotorik erfahren oder dir einen Platz sichern?


Ich freue mich darauf, dein Kind kennenzulernen und gemeinsam mit euch neue Entwicklungsräume zu eröffnen.